KluWare EDV-Service
Rüdesheimer Platz 7
14197 Berlin
Inhaber:
Dipl. Inform. (TU) Klaus-Uwe Ittner
Telefon: +49 30 827 029 88
E-Mail: info@kluware.de
Mo. -Fr.: 10 – 18 Uhr
Sa.: 10 – 13 Uhr
Schreibwaren & Schulbedarf · Grußkarten & Briefpapier · Druckerzubehör & Batterien · Kleine Geschenkideen · Handgefertigte Ketten · Schulmaterial nach Liste · Persönliche Beratung · Füller zum Ausprobieren · Kurzfristige Bestellung fehlender Artikel
Wer KluWare am Rüdesheimer Platz zum ersten Mal betritt, dürfte überrascht sein, wie viel in einen so kleinen Laden passt. Schreibwaren, Schulbedarf, Grußkarten, Druckerzubehör, Batterien, kleine Geschenkideen und sogar handgefertigte Ketten finden hier ihren Platz. Und sollte doch einmal etwas fehlen, lässt es sich meistens kurzfristig besorgen. Vor allem aber bekommt man bei Rita und ihrem Partner etwas, das im Onlinehandel schwer zu finden ist: persönliche Beratung, Erfahrung und ein ziemlich gutes Gespür dafür, was die Menschen im Kiez brauchen.
Dabei begann die Geschichte von KluWare ursprünglich ganz anders. 1988 wurde das Gewerbe angemeldet, damals noch mit dem Schwerpunkt auf Software, Hardware sowie Prozesssteuerung und Regelung. Nach der Wende entwickelte sich daraus zunehmend ein PC-Service. Rechner wurden individuell zusammengestellt, verkauft und gewartet. Als das Geschäft irgendwann nicht mehr zwischen Wohnzimmer, Technik und Familienalltag funktionierte, zog KluWare an den Rüdesheimer Platz.
Mit den Jahren veränderte sich nicht nur die Computerwelt, sondern auch der Laden. Kabel, Adapter und PC-Zubehör nahmen früher einen großen Teil der Verkaufsfläche ein. Nach und nach kamen Papier, Druckerpatronen, Karten und weitere Schreibwaren hinzu. Als der langjährige Schreibwarenladen von Frau Moritz in der Nachbarschaft schloss, übernahm KluWare schließlich einen großen Teil des Sortiments. Aus dem PC-Laden wurde immer mehr das Schreibwarengeschäft, das die Menschen am Rüdesheimer Platz heute kennen.
Inzwischen warten hier rund 1.000 verschiedene Artikel darauf, entdeckt zu werden. Manches gehört zum festen Sortiment, anderes kommt saisonal hinzu und manches wird einfach bestellt, weil ein Kunde danach gefragt hat. Gerade das macht den kleinen Laden aus: Das Sortiment folgt keinem starren Konzept, sondern ist über Jahrzehnte mit den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden gewachsen.
Besonders wichtig ist die Schulzeit. Eltern können ihre Materiallisten einfach im Laden abgeben und die benötigten Hefte, Stifte, Zeichenblöcke und weiteren Schulartikel zusammenstellen lassen. Dabei geht es Rita nicht darum, automatisch das teuerste Produkt von der Liste zu verkaufen. Sie sucht nach guter Qualität zu einem vernünftigen Preis und berät ganz konkret. Auch beim Füllerkauf gehört das Ausprobieren dazu. Schließlich schreibt jedes Kind anders. „Ich bestehe darauf, dass die Kinder ihre Füller selbst aussuchen und ausprobieren“, sagt sie.
Dahinter steckt eine Haltung, die gut zu KluWare passt. Schreiben ist für die beiden nicht einfach nur Mittel zum Zweck, sondern eine Kulturtechnik, die bewahrt werden sollte. Die Zeiten von Schreibmaschine, Farbband und Tipp-Ex mögen weitgehend vorbei sein, die Freude an Papier, Stiften und einem handgeschriebenen Brief ist geblieben. Und so findet sich zwischen Schulheften und Bürobedarf auch immer wieder schönes Briefpapier, das Lust darauf macht, tatsächlich einmal wieder ein paar Zeilen mit der Hand zu schreiben.
Dass KluWare trotz Onlinehandel und großer Elektronik- und Handelsketten noch immer da ist, liegt nicht zuletzt an diesem persönlichen Service. Wer hereinkommt, bekommt nicht nur gezeigt, in welchem Regal etwas liegt. Produkte werden erklärt, ausprobiert und bei Bedarf bestellt. Dazu kommen die kurzen Gespräche an der Kasse und die vielen bekannten Gesichter. Nach so vielen Jahren ist der Laden längst Teil des sozialen Lebens am Platz geworden.
Auch unter den Gewerbetreibenden im Quartier ist dieses Miteinander wichtig. Statt alles selbst anbieten zu wollen, verweist man bewusst auf andere Geschäfte, wenn etwas dort besser aufgehoben ist. Für Rita und ihren Partner gehört diese Fairness zum Leben und Arbeiten im Kiez dazu. Ebenso wie ihr Engagement bei Mein Rüdi e. V. und der Wunsch, den Rüdesheimer Platz mit Veranstaltungen und gemeinsamen Aktionen lebendig zu halten.
Wie lange sie ihren Laden noch führen wollen? Darauf gibt es eine wunderbar einfache Antwort: solange sie noch herkommen können. Nach fast vier Jahrzehnten ist KluWare schließlich weit mehr als ein Arbeitsplatz. Der kleine Laden ist ein Stück Alltag, ein soziales Umfeld und ein Teil der eigenen Identität geworden.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum man Kluware, hat man den Laden erst einmal entdeckt, so schnell nicht wieder vergisst.
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